Juli 2025
Top-Themen: Die neue Überdachung (Huasi) ist fertiggestellt, Astrid berichtet in Bismark, Umbau in Ecuador – Gefahr für indigene Rechte
🎉 Mit großer Freude können wir berichten: Die neue Überdachung (Huasi) ist fertiggestellt!
Mit großer Freude können wir berichten: Die neue Überdachung (Huasi) im Dorf ist fertiggestellt! Ermöglicht wurde das Projekt durch rund 1.000 € Unterstützung aus Vereinsmitteln sowie ein erfolgreiches Crowdfunding. Beim letzten Besuch konnte Astrid selbst mit anpacken und miterleben, wie mit viel Herzblut und Gemeinschaftsgeist etwas Großes entstanden ist.
Die Hütte bietet Platz für rund 200 Personen und wird künftig vielseitig genutzt – etwa für Empfänge, Versammlungen und Tanzveranstaltungen, die nun wetterunabhängig stattfinden können. In Planung sind zudem regelmäßige Tanzkurse, die eine neue Einkommensquelle für das Dorf schaffen sollen.
Gebaut wurde die Huasi ausschließlich aus Naturmaterialien: Besonders tragfähige Baumstämme dienen als Pfeiler, während für die Dachkonstruktion leichteres Holz und Bambus verwendet wurde. Für das Dach kamen verschiedene Arten von Palmblättern zum Einsatz – kunstvoll geflochten auf der Unterseite für ein schönes Erscheinungsbild, darüber gebündelte Palmblätter in neun Lagen, die das Dach voraussichtlich bis zu 20 Jahre lang schützen werden. Der Entwurf stammt von Wambi, einem der Söhne der Familie.
Alle Familienmitglieder sowie zahlreiche Freiwillige haben unermüdlich an der Hütte mitgearbeitet – mit großem Einsatz, viel Know-how und noch mehr Teamgeist. Ihre Mühe wird im August beim großen Fest der Kichua-Kommune gewürdigt: Dann wird die Huasi feierlich eingeweiht – als Symbol für Gemeinschaft, kulturelle Stärke und eine nachhaltige Zukunft.









🙏🌱 Einen Nachricht vom Dorf Guayusa Runa – Danke an die Spender*innen
Aus dem tiefsten Dschungel, aus unserem kleinen, aber mutigen Kichwa-Volk, das auf seinem angestammten Land lebt, möchten wir der Stiftung Guayusa Runa aus Deutschland unseren tiefsten und herzlichsten Dank aussprechen – dafür, dass sie ein lebendiger Teil des Traums ist, den wir heute feiern: den Bau unserer traditionellen Tanzhütte.
Fünf Monate voller Anstrengung – bei Regen und Sonne, mit vereinten Händen und geteilten Träumen – liegen hinter uns. Heute steht die Hütte da, nicht nur als Bauwerk, sondern als Symbol unserer Identität, unserer Kultur und unseres kollektiven Geistes.
Dank Ihrer Unterstützung, der unermüdlichen Arbeit unserer Gemeinschaft, der Freiwilligen aus aller Welt und der großzügigen Spender*innen, die an diesen Traum geglaubt haben, ist ein heiliger Ort entstanden – ein Ort, an dem Wurzeln wachsen, an dem Tanz Geschichten erzählt, an dem Musik heilt und Guayusa Herzen verbindet.
Dieser verwirklichte Traum öffnet nun die Türen zur Welt: zum Teilen, zum Lehren, zum Heilen – und um stolz auf dem Weg lebendiger Kultur weiterzugehen.
Vom Umweltkulturzentrum Guayusa Runa, mit vollem Herzen und offenen Händen, sagen wir:
Ashka Pagrachuk! Tausend Dank! Kawsaypak! Für das Leben und die Kultur!
Mit Respekt, Kraft und Zuneigung,
Das Kichwa-Volk – Angestammtes Gebiet des Amazonas
Auch möchten wir unseren tief empfundenen Dank an die Guayusa Runa-Gemeinschaft aussprechen – für ihren Einsatz als Hüterin der natürlichen Gebiete und ihren unerschütterlichen Willen, die Kultur, die Traditionen und die Umwelt dieses zutiefst wertvollen und heiligen Landes zu bewahren.
📍Erfahrungsbericht aus dem Regenwald – Astrid berichtet in Bismark
Am 7. Mai hatte unsere engagierte Unterstützerin Astrid Lücke die Gelegenheit, in Bismark (Altmark) von ihrer Reise nach Ecuador zu berichten. Mit vielen Fotos und Videos veranschaulichte sie das Leben der Kichwa-Großfamilie im Amazonasgebiet, bei der sie gemeinsam mit ihrem Sohn mehrere Monate lebte.
Vor rund 20 Seniorinnen und Schülerinnen erzählte Astrid nicht nur von ihrem persönlichen Erleben, sondern auch davon, wie diese Zeit zur Gründung der Guayusa Runa Foundation führte – mit dem Ziel, gemeinsam mit der lokalen Gemeinschaft 80 Hektar ursprünglichen Regenwalds zu schützen.
Solche Veranstaltungen stärken das Bewusstsein für globale Zusammenhänge und zeigen, wie persönliches Engagement Brücken zwischen Kulturen und Kontinenten schlagen kann. Danke, Astrid, für deine wichtige Arbeit – und dafür, dass du die Stimmen des Regenwaldes auch in Europa hörbar machst!

Einblick in den Vortrag in Bismark: Astrid berichtet mit Fotos und Videos vom Leben im Regenwald und dem Engagement der Guayusa Runa Foundation. Ein bewegender Nachmittag für Jung und Alt.
⚠️🌍 Umbau in Ecuador – Gefahr für indigene Rechte
In Ecuador wurde das Umweltministerium aufgelöst und in das Ministerium für Bergbau und Energie integriert. Der Schutz der Natur liegt nun in den Händen einer Institution, deren Fokus auf Ressourcenausbeutung liegt – ein Schritt, der massive Interessenkonflikte schafft und den Umweltschutz schwächen kann (taz.de).
Organisationen wie WWF und Amazon Frontlines schlagen Alarm: Die Biodiversität ist bedroht, Landtitelverfahren für indigene Völker könnten verzögert oder verhindert werden, und die Stimmen derjenigen, die ihre Gebiete schützen, geraten weiter an den Rand.
Für die Guayusa Runa-Gemeinschaft ist diese Entwicklung ein klares Zeichen dafür, wie wichtig internationale Solidarität ist. Der Schutz ihrer Kultur, ihres Landes und des Regenwaldes braucht unsere Aufmerksamkeit – jetzt mehr denn je.
Empfehle unseren Newsletter gerne weiter an Familie, Freunde, Kollegen und Verwandte!
Herzlichen Grüßen
Dein Guayusa Foundation Team
Wir danken dir für deine Unterstützung.
Juli 2025
